Ultra-Ski-Gebiet Whistler

Schon alleine die Fahrt nach Whistler war wunderschön an der Küste entlang mit den ganzen Inseln, die im Wasser verschwinden und dicht mit Bäumen bewachsen sind. Aber in Whistler ging’s erst richtig los. Nach anstrengender Hotelsuche, haben wir - einen Freund, den ich auf Vancouver Island kennen gelernt habe, und ich - uns auf 2 volle Tage Ski fahren vorbereitet. Inzwischen war schon Frühling (April) und es sah eigentlich überhaupt nicht nach Schnee aus, keinen Krümel Schnee konnten wir im Dorf finden, aber immerhin waren die Preise zum Ski fahren jetzt verhältnismäßig günstig. Nach Gegenderkundungen und kleine Wanderungen rund um Whistler ging’s dann am nächsten Tag endlich los mit Ski fahren und da oben, auf dem Berg, war noch jede Menge Schnee vorhanden!!! Also keinen Grund zur Sorge. Und das Skigebiet war wirklich der Hammer, ob für Anfänger oder Profis, es geht erstmal ganz hoch hinauf zum “7th Heaven” (7. Himmel) und von dort aus geht’s los mit allen Schwierigkeitsgraden nach unten. Hat irre viel Spaß gemacht und am 2. Tag haben zwar schon die Beine etwas weh getan, aber an diesem Tag bin ich sogar schon auf die schnelleren Pisten gegangen, was noch toller war! Erschreckend schnell runtergebrettert und in die Kurven gehüpft und dann bis nach unten ins matschige dort gefahren. War wirklich klasse!

Zurück in Deutsche Lande

Ich bin mir sicher, dass es den meisten schon aufgefallen ist, dass ich wieder Zuhause in Deutschland und im guten alten Badner Land bin. Nichtsdestotrotz hänge ich auf meinem Blog noch immer in Kanada herum… Ich werde trotzdem noch versuchen weitere Einträge zu posten und ich hoffe, dass ich das ganze bis zum “heute” noch in meinem Blog aufnehmen kann. Es gibt noch viel zu erzählen! :)

Nicht einfach so zurück…

Ich bin nicht wieder mit der Fähre zurück gefahren, nein, nein, nein! Ich hab’ natürlich, was aufbegehrendes gemacht! Mit dem kleinen Wasserflugzeug ging’s zurück nach Hause nach Vancouver. Leider war’s nicht der schönste Tag, aber trotzdem auf jeden Fall eine Erfahrung wert! Es war sehr ruckelig und laut im Flugzeug und es war ja auch nur Platz für vielleicht 6-8 Passagiere oder so, aber man konnte direkt ins Cockpit schauen und wir sind auch ganz tief geflogen, knapp über der Wasseroberfläche, nicht wie bei den großen Fliegern. Ne schöne Sache!

Auf der Insel (Teil II) - Nanaimo

Weiter ging’s nach ein paar wenigen Tagen von Victoria nach Nanaimo, immer noch auf Vancouver Island natürlich, is’ ja schließlich ‘ne Insel! ;-)

Nanaimo war auch wirklich eine ganz tolle, naturverbundene, schnuggelige Stadt. Viele Läden machen zwar schon um 5 oder 6 zu, und eine überlaufene Innenstadt, durch die man übrigens innerhalb ein paar wenigen Minuten durchlaufen kann, wird man auch nicht vorfinden. Aber dafür ist es hier sehr friedlich und naturverbunden und ruhig. Verglichen zu Victoria müsste man ja sagen Victoria wäre hektisch und den Vergleich zu Vancouver oder gar Toronto wollte ich hier gar nicht ziehen.

Vom Hafen aus mit einigen Schiffchen, kleinen Pubs und Stegen, kann man zwei kleine Inselchen sehen und dahinter das Festland, auf dem sich das Gebirge ergebt mit großen Bergen, Gletschern etc. Auf dem Steg werden hier tagtäglich Krabben/Krebstiere gefangen, vermessen und mitgenommen oder eben nicht. Es hatte sich sogar einmal ein riesiger Seestern am Käfig verfangen, der dann später natürlich wieder zurück ins Wasser durfte; der war ganz klitschig! Mit einer kleinen Fähre, die die Größe eines einzigen Bootes hatte, hab’ ich mal diese kleinen Inseln vor der Küste Nanaimos genauer angeschaut. Das war wirklich toll. Eine Insel war 100% Natur, keine Häuser, keine Einwohner, nur Tiere, Pflanzen und der Ozean. Als Ebbe war konnte ich sogar ein bisschen rauslaufen und hab unendlich viele Muscheln und ganz viele freigelegte, lilane Seesterne überall gesehen. Weiter auf der Insel rumgewandert und rumgeklettert über Stock und Stein und Baum und Fels mit wunderbarem Blick auf die schneebedeckten Berge auf der anderen Seite und die große “Vancouver Island”-Insel, ist die Fähre vorbei gefahren, kanadische Gänse hab ich ausversehen erschreckt, einen Hirsch durch den Wald rennen sehen…
Auf der anderen kleinen Insel war dagegen das Wohngebiet, sogar mit eigener Feuerwehr! ;-) Tolle Häuser und viele haben ein Boot, manche sind aber auch auf die kleine Mini-Fähre angewiesen um in die Stadt zu kommen. Sonst gibt’s hier noch noch den kleinen Dingi-Dock-Pub.

Danach ging’s dann auch wieder nach Vancouver zurück, die Arbeit hat wieder gerufen.

Auf der Insel (Teil I) - Victoria

Als ich mal plötzlich und aus unerfindlichen Gründen ein paar Tage frei hatte auf der Arbeit, habe ich mir gedacht: Nutzte einfach die Zeit und machst was anständiges! Und das war dann Vancouver Island!

Vancouver Island ist eine sehr große Insel im Pazifik und liegt (nicht sehr überraschend) vor der Küste Vancouvers. Die Insel zieht sich aber auch sehr weit in den Norden hinauf, aber man kann auch die US-Küste im Süden sehen. Könnt ihr ja mal nachschauen! Vancouver Island liegt direkt (nicht wie Vancouver selbst) am offenen Ozean und das macht die Insel auch so besonders. Viele Wasserlebewesen, steile Klippen, Felsen überall und raues Wetter.

Zuerst hab ich mich ganz in den Süden begeben in die Stadt Victoria. Alles ist hier ein bisschen kleiner und gemütlicher und relaxtet als in Vancouver und es ist wirklich schön. An der Küste wird anscheinend viel Holz angeschwemmt und viele haben sich dies zunutze gemacht und unglaublich coole und sehr stabile Holzhäuser am Strand zusammen geschustert. Viel blühendes Gebüsch und hohe Felswände an der Küste und diese sehr interessant geformten Felsgebiete, wo alles aus Stein ist mit Rissen und Moos dazwischen, auf denen man rumklettern kann. Echt cool.
Die Stadt war auch wunderbar, die Wohngebiete, die Stadt, alles nicht so gestresst und ruhiger als in den Großstädten. Gemütliche Café’s überall und ein paar Musiker auf der Straße. Schönes Städtchen!

Den Häuptling erklommen - Der Stawamus CHIEF

"Es war einmal ein ein Häuptling, mit steinigem, erhabenen Gesichte und er war groß, größer als viele anderen, aber nicht nur das, sondern auch schön und vielseitig…"

So könnte man diesen massigen Berg beschreiben, der bei der Stadt Squamish sein Zuhause hat. Er misst eine Höhe von über 700 Meter, was sich eigentlich nicht so viel anhört, man muss dabei aber bedenken, dass es wirklich bei Meereslevel los geht. Und denk bin ich hinaufgeklettert und gewandert und das ist wirklich so gemeint. Viele Abschnitte sind unheimlich steil und man muss sich wirklich die Steine und Felsen hochhieven und das geht auch wirklich auf die Pumpe! Ich hab gemerkt, dass ich viel zu viel Kleidung dabei hatte, denn schon nach den ersten Metern wird’s einem richtig warm. Über Stock und Stein ging’s und richtige Wege gab’s auch nicht, sondern nur eine Richtung die durch kleine bunte Plättchen an den Bäumen markiert wurde. Zwischendurch musste ich sogar auf ‘nem umgefallenen Baum auf die andere Seite nach oben balancieren mit links und rechts nichts weiter als ein kleiner Abgrund mit dicker Felsfüllung… Am Schluss gab’s sogar ne Leine, weil’s so steil war, dass da auch nix passiert und damit man beim Berg erklommen auch genug halt hat. An den Wanderweg hab ich mich dann zum Schluss hin auch nicht 100% gehalten, da bin ich dann durchs Dickicht und bin mich einige hohe Felsen hochgeklettert um weiter zu kommen, hat dann zum Glück auch geklappt :)

Am Anfang hat’s mit ein paar großen Wasserfällen gestartet, mit den “Shannon Falls”, und oben auf der Spitze des “Stawamus Chief’s” gab’s dann die Belohnung durch den überwältigenden Blick nach unten auf Gebirge, Seen & Buchten. Aber auch dazwischen war’s wunderschön mit sehr unterschiedlicher Vegetation, wie ihr vielleicht auch auf den Bildern sehen könnt. Wie ich schon erzählt habe, ist das da typisch in der Vancouver Gegend. Mit Moosen und altem Gehölz und Steinen und Sümpfen und und und. Eine richtige Wanderung und kein Spaziergang durch den Park, wie das Schild am Anfang die Leute gewarnt hat ;-)

kleiner Ausflug zum “Buntzen Lake”

Die Osterzeit hat wunderbares Wetter mit sich gebracht. Sonnenschein, blauer Himmel, grüne Wiesen und Bäume. Spontan beschlossen sind wir dann mit der Familie an den nahegelegenen See namens “Buntzen Lake” gefahren. Viele Leute waren schon dort und grillten oder waren sportlich aktiv. Man konnte auch ein paar Kajaks oder Kanus auf dem See herumpaddeln sehen. Um dort hinzukommen, muss man zunächst hinter einen der Berge fahren und dann ist man 360 Grad umgeben von diesem Gebirge, superschön! Ein netter Tag. ;)

Winter pfui, Sommer hui!

So hat sich das jedenfalls angefühlt. Das Wetter in der Vancouver Gegend war sehr regnerisch nass und zumeist unschön. Man hat dafür aber keine kalten Temperaturen, nur selten geht’s unter 0˚C. Deswegen wiederum gibt’s aber auch nur selten Schnee. Ich kann mich noch dran erinnern wie mir gesagt wurde, als ich noch zu Hause war, dass ich viele Bilder machen soll von den ganzen Schneemassen, die ich sehen werde. Fehlanzeige! Ihr hattet im Winter deutlich und deutschlich mehr Schnee als ich in Vancouver. 2 mal hat’s ein bisschen geschneit. That’s it!

Da ich ja auch oft mit dem Fahrrad zur Arbeit bin oder sonstwohin, war das Regenwetter auch nicht so vorteilhaft. Mit klatschnasser Hose und gefrorenem Gesicht bin ich manchmal angekommen, irgendwo im wolkenbedeckten, grauen Vancouver/Coquitlam oder wo auch immer.

Das hat sich dann aber auch glücklicherweise geändert! :) Vancouver ist zwar auch im Regen eine schöne, interessante Stadt, aber als die Sonne raus kam, hab ich mich gefühlt wie an einem anderen Ort! Traumhaft. Mit den ganzen Parks und Schickimicki-Häusern eingetaucht in blauen Himmel und dann noch von Berg runter geguckt auf die ganzen Stadtteile. Wunderbar! Und Fahrradtouren waren auch auf einmal nur noch purer Genuss. Vor der Arbeit noch ab und zu am Bach entlang gefahren und ganz plötzlich hat man auch so viele Leute gesehen: Sportplätze waren voll, viele Radler unterwegs und Hunde sind rumgetollt, junge Leute einfach am Wasser abgehangen. Und vor der Arbeit noch ein Eis geholt und gut! Es war wirklich wie eine ganz andere Stadt, mit anderem Aussehen und anderer Mentalität! Was die Sonne so alles kann… ;)
(Und ihr habt im Schnee und Regen gesessen :P )

Jugendausflug nach Kamloops

Mit der NAK-Jugend ging’s Mitte März mal für ein Wochenende nach Kamloops (östlich von Vancouver). In Kamloops selbst - bergig und hügelig, mit wenig grüner Vegetation - war es recht warm und Schnee war prinzipiell keiner mehr zu sehen, als wir dann aber nach einer recht kurzen Autofahrt in die Skiregion gefahren sind, war noch seeeehr viel Schnee zu sehen. Ein paar waren Ski fahren oder snowboarden, aber wir waren “snow shoeing”, heißt sowas wie “Schneeschuhe laufen” oder wie auch immer :D
Jedenfalls war das recht lustig mit solchen riesen Latschen durch den Tiefschnee zu laufen. Aber das war noch nicht alles, denn wir waren “snow show golfing”, also wir haben mit diesen Dingern praktisch sowas wie Minigolf gespielt mit leichten Plastikbällen und statt Löcher haben wir in Körbe gespielt, was gar nicht so einfach war, vor allen weil der Schnee auch sehr uneben war und die Bälle extrem leicht.

Zurück in Kamloops gab’s mit der Jugend noch lustige Abende und am Sonntag dann bei strahlendem Sonnenschein den Gottesdienst bis wir uns dann wieder auf den Heimweg gemacht haben. Auf der Heimfahrt dann musste  wir über einen hochgelegenen Bergpass, und das war echt krass. stark vereiste Straßen, die einen ins Rutschen gebracht haben und sehr tiefer Schnee (z.T. mehrere Meter, vor allem an der Straßenseite, wo der Schnee angehäuft wird). Und recht bald nachdem wir diese Strecke passiert hatten, wurde sie auch geschlossen, wir hatten also noch gerade so Glück, dass wir pünktlich nach hause gekommen sind…!

Familienurlaub nach Oregon (USA)

Weil mich meine Gastfamilie in Coquitlam so unheimlich freundlich aufgenommen hat, haben sie mich auch gleich mit auf den Familienurlaub mitgenommen. Wir sind alle zusammen in die USA in den Staat Oregon gefahren und haben die Gegend rund um die Stadt Portland unter die Lupe genommen. Und die 8-10 Stunden Fahrt dorthin für einen 3-Nächte-Kurzurlaub. Wir sind bei Freunden von meiner Gastfamilie untergekommen in einem wunderschönen, großen Haus und am nächsten Tag war gleich Action angesagt. Nach einem morgendlichen Ausflug in verlassene Gegenden, sind wir in die große Stadt Portland gegangen, haben merkwürdiges aber erstaunlich gutes Eis gegessen (mit Geschmacksrichtungen wie Meersalz, Birne-Käse, Pfeffer-Essig-Himbeere etc.), die Stadt erkundet, etwas geshoppt… Am nächsten Tag ging’s dann an den Ozean. Weite, lange Strände, die Sonne, die durch die Wolken schien und ihre Strahlen sichtbar gemacht hat und die Kiddies und Papa, die am Strand rumgetollt sind und ein paar Spielchen mit Wasser und Wellen gespielt haben. Ganz wichtig war aber auch Shopping!! Hier in Oregon gibt’s keine Verkaufssteuer, also konnte man wunderbar alles mögliche einkaufen gehen. Und deshalb hat’s auch den ganzen Tag gedauert bis wir von dort wieder zurück in Coquitlam waren wegen mehreren Shopping-Stops. Ein schöner Urlaub und dann wieder gleich zurück zur Arbeit! Die Pizza rief…!